Die Judensau

- unsere gedenktafel -

Ein Denkmal soll erinnern, aber was passiert, wenn es nicht an ein Opfer, sondern an jahrhundertealte Vorurteile erinnert? Genau mit dieser Frage haben wir uns in unserem Projekt zur „Judensau“ am Regensburger Dom beschäftigt – Schon bei der ersten Auseinandersetzung mit der Darstellung wurde uns klar, dass hier eine Grenze überschritten wurde – eine Grenze des Respekts, der Würde und der Toleranz.

Die „Judensau“ ist eine mittelalterliche Schmähskulptur, die sich an vielen Orten in Deutschland befindet – darunter auch am Regensburger Dom. Solche Darstellungen wurden im 13. und 14. Jahrhundert als Teil christlicher Propaganda genutzt, um Jüdinnen und Juden zu verspotten und auszugrenzen. In Regensburg zeigt die Darstellung jüdische Menschen in erniedrigender Weise in Verbindung mit einem Schwein – einem Tier, das im Judentum als unrein gilt.

Auch heute ist die Judensau noch sichtbar. Eine Informationstafel, die erst 2021 hinzugefügt wurde, soll den historischen Hintergrund erklären. Nachdem wir uns intensiv mit der „Judensau“ und der neuen Informationstafel auseinandergesetzt hatten wollten wir eine eigene Gedenktafel entwerfen, die an die jüdische Geschichte Regensburgs erinnert – ohne Grenzen der Würde und des Respekts zu überschreiten.

Unser Projekt hat uns eine wichtige Erkenntnis gebracht:
Gedenken braucht Grenzen. 
Denkmäler sollten nicht ausgrenzen, sondern einladen – zur Auseinandersetzung, zum Nachdenken und zum gemeinsamen Lernen. 
Aus diesem Grund, haben wir aus den Erfahrungen zum Denkmal der "Judensau am Dom" eine eigene Gedenktafel gestaltet.

Unsere Gedenktafel bleibt als Erinnerung in unserem Klassenzimmer.

Schülerprojekt von Magdalena Z., Jana R., Mia L., Marie H. und Kamila F.